Sehr geehrte Damen und Herren,

Durch das fortschreitende Bestreben, das Gesundheits- und Sozialwesen nach ökonomischen Gesichtspunkten auszurichten und neu zu gestalten, ist der Begriff der „Qualität“ zum zentralen Schlagwort aller Beteiligten geworden.

Infolge dieser Entwicklung sind vielerorts neue Arbeitsprozesse, Behandlungspfade und Vergütungsformen entstanden. Festzustellen ist aber auch, dass gesteigerte Anforderungen an die Qualität mit einem Plus an Bürokratie verbunden sind. Aber lässt sich Qualität überhaupt verwalten?

Es gibt viele Skeptiker und so lässt sich vielleicht auch erklären, warum sich zahlreiche Beschäftigte in Gesundheitseinrichtungen nicht mit den Qualitätsbestrebungen identifizieren können und diese deshalb nur halbherzig umsetzen.

Das ist schade, denn ein wesentliches Ziel der Optimierung der Versorgungsqualität tritt dabei in den Hintergrund: Sicherheit für alle Beteiligten – professionell Handelnde und Patienten gleichermaßen – zu bieten.

Die Referenten der 8. Winterakademie greifen diese Spannungsfelder auf, thematisieren die Widersprüchlichkeiten und zeigen probate und sinnvolle Lösungswege auf, um dauerhaft bestmögliche Versorgungsqualität zu erzielen.

Unter Hervorhebung der zu beachtenden Qualitätsmerkmale beleuchten die erfahrenen Referenten vor allem die Versorgungssituation in den Bereichen Migration und Wundversorgung. Neben den pflegerischen und medizinischen Ansätzen zur Entwicklung entsprechender Handlungskonzepte werden jeweils auch die rechtlichen Hintergründe zur Erstellung von Richtlinien und Standards ausgeleuchtet. Komplettiert wird das Programm durch Qualitätsanforderungen im modernen Wundmanagement und durch Querverweise auf das Riskmanagement der Luftfahrtindustrie. Durch Fallbeispiele, Diskussionen, Gruppen- und Übungsarbeiten werden die Inhalte verdeutlicht und ein nachhaltiger und praxisgerechter Wissenstransfer sichergestellt.

Die Rahmenbedingungen der Winterakademie 2015 bieten eine einzigartige Lehr- und Lernatmosphäre, die Freiräume schafft für neue Gedanken, Ideen und Lösungen.

Bis zum 24. Januar 2015 verbleiben wir mit den besten Grüßen

 

Prof. Dr. Volker Großkopf
PWG-Seminare
Michael Schanz
G & S Verlag